|
|
INFRASTRUKTUR:
Die
Infrastruktur des Landes hält einem Vergleich mit der
entwickelter Nachbarländer wie z.B. Thailand nicht stand.
Immerhin sind jedoch in den letzten 10 Jahren erhebliche
Anstrengungen auf diesem Gebiet unternommen worden.
Wie auch immer, unsere Kunden können sich darauf verlassen, daß
wir unser Bestes tun werden, um etwaige reisebedingten Schwierigkeiten
zu vermeiden.
|
 |
a.) Straßenverkehr:
Umfangreiche Straßen- und Brückenbaumaßnahmen haben zu einer dramatischen
Verbesserung der Straßenverbindungen geführt: Gab es z.B. bis
Mitte der 90er Jahre nur eine einzige Brücke - erbaut in den
30er-Jahren (!) - über den Ayeyarwady, den Hauptstrom des Landes, so
sind inzwischen vier weitere Brücken fertiggestellt worden, bzw.
stehen kurz
vor der Fertigstellung. Gleichzeitig wurden die Straßen
verbreitert und weite Strecken asphaltiert. Die Länge der
asphaltierten Straßen im Lande betrug 1997 knapp 6.000 Meilen.
|

|
Die
Zahl der Autos und Busse nahm dramatisch zu, ebenso die Qualität
der Fahrzeuge. Heute ist es ohne weiteres möglich, eine
Rundreise durch das Land per Bus oder Auto auf passablen
Straßen
zu unternehmen, wenn man einmal von abgelegenen Gebieten wie dem
Rakhine-Staat absieht. An die Stelle der früheren Klapperkisten
der staatlichen Tourismusbehörde Myanmar Tours and Travel
sind moderne Busse mit Klimaanlagen getreten.
|
Ein weiterer
Pluspunkt dieser Entwicklung ist die weitgehende Verfügbarkeit
von Taxen, die früher eine echte Rarität waren - vor allem in
Yangon kann heute der Fremde zu jeder Tages- und Nachtzeit ein
Taxi bekommen. Die Verkehrsdichte im Lande hat erheblich
zugenommen, verglichen mit den Nachbarländern jedoch ist
Myanmar immer noch “… a driver’s paradise”, wie es ein
befreundeter Burmese ausdrückte. Im ganzen Lande wird übrigens
auf der rechten Straßenseite gefahren, wenn auch die meisten
Fahrzeuge immer noch das Steuer auf der “falschen” Seite
haben…
b.) Luftverkehr:
Bis
zu Beginn der 90er Jahre wurde der gesamte Inlandsflugverkehr
von der staatlichen Fluggesellschaft Myanmar Airways abgewickelt, die nicht den besten Ruf hatte. Seit einiger Zeit
sind zwei private Gesellschaften hinzugekommen: Air Mandalay
und Yangon Airways, die ein bisher ungekanntes Maß an Pünktlichkeit
in den hiesigen Flugverkehr eingeführt haben. |
Waren früher stundenlange Verspätungen eher die Regel als die Ausnahme, so haben die beiden privaten Gesellschaften eine erstaunliche Pünktlichkeitsstatistik
erreichen können. Sie fliegen in gutem Zustand befindliche moderne Maschinen des französischen
Typs ATR 72. Neben Yangon, Mandalay, Bagan und Heho werden auch abgelegenere Orte wie z. B.
Sittwe und Kengtung regelmäßig angeflogen.
|

|
Wenn immer möglich,
bedient sich unsere Firma der Dienste dieser privaten
Gesellschaften. Bei abgelegenen Zielorten kann es aber vorkommen, dass
wir gelegentlich auf die staatliche Gesellschaft zurückgreifen
müssen...Im internationalen Flugverkehr sind ebenfalls Verbesserungen zu
verzeichnen. Gab es früher praktisch nur die Möglichkeit einer
Einreise über Bangkok (wenn man einmal von exotischen Airlines
wie Aeroflot und Bangla Desh Biman absieht), bestehen
heute regelmäßige Verbindungen in alle Nachbarländer: Selbst
von Indonesien und Hong Kong aus kann man Yangon heute erreichen.
Neben den regionalen Flugesellschaften der Nachbarstaaten und der
staatlichen Myanmar International Airways fliegt auch die
private Air Mandalay einige Ziele in Thailand an. Leider läßt allerdings
eine Interkontinentalverbindung nach Europa noch
immer auf sich warten.
|
c.) Eisenbahn: Bahnreisen
sind hierzulande mühselig und zeitraubend. Daher kommen sie für die meisten Besucher des Landes nicht in Betracht. Allerdings
gibt es auch auf diesem Sektor Fortschritte zu verzeichnen: Man
kann heute in Schlafwagen reisen, die Sauberkeit hat erheblich zugenommen und es existiert sogar eine private Eisenbahngesellschaft, die einen verbesserten Service anbietet.
Leider gehören Verspätungen im Eisenbahnverkehr immer noch zum
Alltag. Die Stammstrecke der Bahn ist Yangon - Mandalay; daneben sind noch die Strecken
ins Hochland (Thazi - Shwenyaung und Mandalay - Lashio) von
touristischer Bedeutung. Letztere Strecke überquert bei Gokteik
das angeblich zweithöchste Eisenbahnviadukt der Welt… |

|
Der größte Teil des Eisenbahnverkehrs in Myanmar wird von Dieselloks bewältigt;
auf einigen Nebenstrecken fahren im Güterverkehr noch Dampfloks.
Im Jahre 1997 hatte das Eisenbahnnetz des Landes eine Länge von
2.558 Meilen und ist ständig im Ausbau begriffen. Vor kurzem
erfolgte die Einweihung des “Yoma Beltway”, die es ermöglicht,
das ganze Bago-Gebirge per Eisenbahn zu umrunden. |
|
Es wird aber vermutlich noch einige Zeit dauern, bis die Eisenbahn für den Tourismus des Landes eine wichtigere Rolle spielt.
d.) Schiffahrt: Ähnliches
wie für die Eisenbahn gilt auch für die Schiffahrt. Die staatliche Inland
Water Corp. befährt ein riesiges Streckennetz - allerdings sind die Schiffe
sehr langsam. Abgesehen von der Strecke Mandalay - Bagan spielt die staatliche
Flußschiffahrt kaum eine Rolle für den Touristen. Seit einiger Zeit gibt es
einige in Privatbesitz befindliche Schiffe, die fast ausschließlich von
Touristen gebucht werden. Unter ihnen ist die “Road to Mandalay”, ein
umgebauter Rheindampfer, wohl das luxuriöseste. Es bietet einen für Myanmar
fast unglaublichen Luxus - Swimmingpool an Bord, grosses Sonnendeck,
internationale Küche hohen Standards, usw...kurz gesagt, der Reisende braucht
auf kaum etwas verzichten. Wie auch die anderen privaten Schife befährt die
“Road to Mandalay” (RTM) hauptsächlich die Strecke Mandalay - Bagan und
retour. |
Das Besichtigungsprogramm bei der RTM ist etwas kurz.
Daher ist demjenigen, der etwas mehr als das Ufer des Ayeyarwady
vom Land sehen will, unbedingt anzuraten, einen
Anschlussaufenthalt zu buchen. Die “Irrawaddy Princess” und
die “M.V. Pandaw” sind weitere Schiffe gehobenen Standards.
Neben der üblichen Strecke Mandalay - Bagan bieten die
Reedereien auch Törns in abgelegenere Gegenden als
Chartertouren an. |
|
Neuerdings gibt es eine weitere Linie: Die Delta Princess fährt regelmäßig die Strecke Yangon
- Pathein. Die Bootsfahrt im Delta hat einen ganz anderen Charakter als die Fahrt von Mandalay nach Bagan: im Delta ist der
Fluß nicht so breit wie am Oberlauf, daher ist der Reisende näher am Geschehen und es gibt mehr zu sehen. Von Pathein aus kann die Reise per Auto zu den
Stränden von Chaungtha oder ins neu entwickelte Beach Resort Ngwesaung fortgesetzt werden. |
e.) Weitere Verkehrsmittel - das Fahrrad:
Seit
einiger Zeit ist es auch durchaus möglich, in Myanmar ausgedehnte
Fahrradtouren zu unternehmen. Allerdings sollte die Strecke
vorher mit den örtlichen Behörden abgesprochen werden, da
nicht wenige Straßen für Ausländer gesperrt sind. |
|
|