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FOTO & FILM:
In einem so fotogenen Land wie Myanmar stellen viele Fotofreunde schon lange vor Ende der Reise entsetzt fest, daß ihre Filme früher als erwartet zu Ende gehen.
 


 

Das ist heute kein Anlaß zur Sorge mehr - in den von Touristen besuchten Orten findet sich meist das Nötige. Sinnvoller ist es jedoch, ein paar Ersatzfilme einzupacken, um solchen Engpässen zu entgehen. In den großen Städten bekommt man mittlerweile sogar Chips für Digitalkameras. Deren Preise entsprechen denen, die weltweit gefordert warden, daher ist es sinnvoll, Chips mitzubringen…

Generell lassen sich die Einwohner des Landes gern fotografieren; der Anstand gebietet es jedoch hier wie überall, dass man vorher die Einwilligung des Fotografierten erwirkt. An vielen von Touristen besuchten Objekten wird eine Fotogebühr fällig, die jedoch meist sehr gering ausfällt. Die Mitnahme von Videokameras stellt heute kein Problem mehr dar.


SOUVENIRS:
In einem Land mit einer lebendigen Handwerkstradition wie Myanmar gibt es zahlreiche interessante Mitbringsel. Sie sind in der Regel an den Besichtigungspunkten erhältlich. In Yangon und Mandalay existieren auch Läden, die sich auf die Bedürfnisse von Touristen spezialisiert haben.

Entgegen einer weitverbreiteten Ansicht stellt die Ausfuhr von Buddhastatuen nach unseren Erfahrungen kein Problem dar, so weit es sich nicht um alte, d. h. geweihte Figuren handelt. Notfalls lässt sich mit einem kleinen Bakschisch vieles erreichen. Bei Bedarf kann auch der lokale Führer behilflich sein.

GESUNDHEIT & ÄRZTLICHE VERSORGUNG:
Die meisten der gefürchteten Tropenkrankheiten betreffen in der Regel die Touristen kaum. Sie sind oftmals die Folge von schlechten hygienischen Bedingungen, mangelnder ärztlicher Versorgung und ähnlicher Faktoren. Malaria ist sicherlich eine nirgends zu unterschätzende Gefahr, aber in den von Touristen meistbesuchten Orten stellt sie nach unseren Erfahrungen kein gravierendes Problem dar.  


Auch die Gefährdung durch Tiere wird oftmals überschätzt. Schlangen und giftige Spinnen sind eher selten anzutreffen, zum anderen sind die Tiere meist scheu und suchen schon das Weite, bevor auch nur ein Mensch in ihre Nähe kommt. Abstand halten sollte man jedoch von den räudigen Hunden, die an jede Ecke zu finden sind, das selbe gilt für Katzen.

Die ärztliche Versorgung in Myanmar lässt leider zu wünschen übrig. Kleinere Unpässlichkeiten und akute Probleme bekommen die Ärzte hierzulande durchaus in den Griff. Die einheimischen Apotheken führen manchmal ein erstaunlich umfangreiches Spektrum an Medikamenten, die jedoch meist unter ihrem englischen Namen verkauft werden. Es empfiehlt sich, regelmässig benötigte Medikamente in ausreichenden Mengen mitzuführen, desgleichen Kosmetika.

Bei gravierenderen Problemen sollte jedoch immer eine Ausreise nach Bangkok oder Singapur erwogen werden. Die meisten gesundheitlichen Probleme verursachen jedoch die üblichen “Tropenkrankheiten” Durchfall und Erkältung - und diesen kann in der Regel durchaus vorgebeugt werden!
 


 

BEHINDERTE REISENDE:
Nur wenige Orte in Myanmar verfügen über behindertengerechte Einrichtungen. Rollstuhlfahrertoiletten sind praktisch unbekannt; Lifte funktionieren in den wenigsten Fällen. Trotzdem ist Myanmar ein Land, in dem Behinderte relativ problemlos reisen können, weil die Hilfsbereitschaft der Bevölkerung alles bei uns Erlebte in den Schatten stellt.
 

Stets werden sich freundliche Leute finden, die bereit sind, Hand anzulegen, wenn es sich als nötig erweist.     

DIE SCHUHFRAGE:
Ein schon seit Kolonialzeiten bekanntes Problem für Ausländer stellt die “Schuhfrage” dar.


In religiösen Bauwerken und deren Umkreis müssen die Schuhe und Socken ausgezogen werden - und der Begriff “Umkreis” wird recht weit definiert. Das führt oft zu Unwillen bei den Besuchern, die partout nicht einsehen wollen, warum sie denn nun schon weit vor dem eigentlichen Tempel die Schuhe ausziehen sollten, oder auch bei Tempeln, die schon seit Jahrhunderten nicht mehr dem Kult dienen. Bitte ersparen Sie sich fruchtlose Diskussionen und akzeptieren Sie die einheimischen Gebräuche.  


 

STRANDURLAUB:
Myanmar war bisher ein Land, in dem ausschließlich “Kulturtourismus” stattfand, d. h. Besichtigungen von Monumenten, Landschaften, usw...viele Besucher des Landes, die den Wunsch hatten, nach einer anstrengenden Besichtigungstour noch einige Tage am Strand auszuspannen, waren bis vor kurzem darauf angewiesen, zu diesem Zweck das benachbarte Thailand aufzusuchen, das über eine gut ausgebaute Infrastruktur verfügt.
 


Zwar besitzt auch Myanmar in Ngapali an der Küste des Golfes von Bengalen einen Strand, der keinen Vergleich mit anderen zu scheuen braucht, aber die Unterkünfte dort waren eher bescheiden und vermochten den Bedürfnissen anspruchsvollerer Gäste nicht gerecht zu werden.  

Seit 1999 hat sich das geändert, denn dort wurden mehrere Strandhotels guten Standards eröffnet - eines davon unter deutschem Management. Den Gästen stehen schöne Zimmer mit Klimaanlage zur Verfügung, es gibt zahlreiche Wassersportmöglichkeiten, hervorragen-des Essen - kurz gesagt, es mangelt an nichts!



Der Flughafen der nahegelegenen Stadt Thandway ist in knapp einer Flugstunde von Yangon aus zu erreichen.

Am Golf von Bengalen finden sich noch weitere Strände, so in Ngwesaung, das in etwa auf der geographischen Breite von Yangon liegt. Dieser Strand ist ähnlich schön wie der von Ngapali aber leider nicht so gut zu erreichen - mit dem Auto dauert die Fahrt etwa fünf Stunden. Es besteht auch die Möglichkeit, mit dem Schiff von Yangon nach Pathein zu fahren und von dort dann weiter mit dem Auto. Der Strand von Chaungtha wird hauptsächlich von Einheimischen besucht, die ihre ganz eigenen Vorstellungen von Strandurlaub haben. Er ist gut mit öffentlichen Verkerhsmitteln zu erreichen.

Seit kurzem besteht auch die Möglichkeit, die unberührten Inseln von der Küste der Südprovinz Tanintharyi (Mergui-Archipel) zu besuchen, allerdings nur im Rahmen von organisierten Touren. Sie können dort an spektakulären Korallenbänken tauchen, schnorcheln, an weißen Sandstränden baden, Kajaktouren unternehmen, im Dschungel trekken oder einfach “die Seele baumen lassen” (Weiteres unter “Sehenswürdigkeiten").
 

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© 2008 Axel Bruns