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In
der gesamten westlichen Tourismuswirtschaft gibt es kaum noch Zweifel
daran, daß das knappe Gut “intakte Umwelt” besonderen Schutzes bedarf. Das Schlagwort vom “sanften Tourismus” ist kein leeres
Gerede: Wie Sie wissen, sind viele Kunden diesbezüglich sehr sensibel
und eine Müllhalde in einer schönen Landschaft bzw. neben einem
Tempel verdirbt vielen Kunden den Genuß. Es liegt daher in Ihrem und
unserem Sinne, in dieser Hinsicht tätig zu werden.
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Der
“ressourcenverschlingende Tourismus”, wie er aus vielen anderen Ländern
bekannt ist, existiert in Myanmar glücklicherweise noch nicht. Eines
der schlimmsten Beispiele dafür sind sicher die zahlreichen neu
entstandenen Golfplätze im benachbarten Thailand: Hier konkurrieren die
Farmer in manchen Gebieten mit den Golfplätzen um das knappe Wasser - der Sieger in diesem ungleichen Kampf steht natürlich von vornherein
fest...
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In
Myanmar hat der Umweltschutzgedanke bisher leider kaum Fuß fassen können.
Zwar hat die Regierung seine Bedeutung erkannt und vor allem in den
großen
Städten wurden bereits erhebliche Fortschritte erzielt - Yangon und
Mandalay sind heute erheblich sauberer als vor zehn Jahren. Allerdings
sind bisher alle Versuche, den Umweltschutzgedanken im Bewußtsein der
Bevölkerung zu verankern, weitgehend gescheitert.
Wir
glauben jedoch, daß es in den von uns gebuchten Hotels und Restaurants
durchaus Möglichkeiten gibt, auf die Eigentümer in diesem Sinne
einzuwirken: Keine geregelte Müllbeseitigung -
keine Gäste von uns! Ebenso hoffen wir,
die Abwasserentsorgung in diesem Sinne positive beeinflussen zu können.
Jeder
Reiseleiter in diesem Raum weiß aus Erfahrung, daß Lärmbelästigung
für viele Gäste ein grosses Problem darstellt. Unausgeschlafene Gäste
sind schwierige Gäste! Man muß dazu sagen, daß die Menschen in
Myanmar ebenso wie in vielen anderen Ländern den Lärm nicht als
Problem empfinden. Wer hätte nicht schon den selig schlummernden Mann
neben dem ratternden Generator bewundert…
Daher ist es oftmals
schwierig, den meisten Asiaten die Problematik zu vermitteln. Wir sehen
jedoch trotzdem Möglichkeiten, auch hier in unserem und Ihrem Sinne tätig
zu werden. Oftmals sind es ganz einfache, mit geringem Aufwand
abzustellende Dinge: Generatoren, die zu nahe an den Gästezimmern
aufgestellt sind, Busfahrer, die am frühen Morgen stundenlang ihre
Motoren “warmlaufen” lassen oder Zimmer, die einfach zu nahe an den
Wohnquartieren der Angestellten oder Nachbarn gebaut sind, sodaß der
Kunde bereits morgens ab 4 Uhr am prallen Volksleben teilhaben darf... |

©
2008 Axel Bruns |
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